POSTER GALLERY  --view over 450  German film original posters from 1927–1954.          

 

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"Die Herausforderung, Poster bestimmter Tabufilme zu finden und zu sammeln, bildete zunächst ein Hobby, das in dem Moment ernsthafter wurde, als sich Akademiker, Museen und andere Institutionen an die Gillespie-Sammlung zu wenden begannen und die Verwendung von Bildmaterial für Ausstellungen, Publikationen und Fachzeitschriften erbaten."

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Die Filmposter-Sammlung William Gillespie, Sydney

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Seit über dreizig Jahren sammelt William Gillespie Poster und Begleitmaterial von deutschen Filmen der NS-Zeit sowie Filmen anderer Achsenmächte und während des Krieges besetzter Länder. Der Antrieb für seine Sammeltätigkeit wurde durch den Kauf zweier sehr seltener belgischer Poster von Veit Harlan’s JUD SÜß gesteigert, die Gillespie in Frankreich erwerben konnte: Dieser Fund machte deutlich, dass auch Poster zu kontroversen und seltenen “Tendenzfilmen” nicht völlig vom freien Markt verschwunden waren. Fortan nutzte Gillespie für weitere Ankäufe Auktionshäuser, Postersammlungen und Internetquellen. Mit steigender Bekanntheit seiner Sammlung erhielt er auch zunehmend Privatangebote von Händlern und Sammlern und konnte auf diese Weise etwa die tschechischen Originalposter der beiden OLYMPIA-Filme (1938, Leni Riefenstahl) erwerben.

Die Sammlung umfasst heute auch einige Poster von 1928-1954, bei denen es sich nicht um “Tendenzfilme” handelt: darunter das französische Originalposter von LE CORBEAU (1943, Henri-Georges Clouzot), Riefenstahls in der Nachkriegszeit uraufgeführter TIEFLAND oder Emil Jannings Oskar-prämierter DER LETZTE BEFEHL, die ihre eigene Berechtigung haben und in jedem Fall sammelwürdig sind.

Die Herausforderung, Poster bestimmter Tabufilme zu finden und zu sammeln, bildete zunächst ein Hobby, das in dem Moment ernsthafter wurde, als sich Akademiker, Museen und andere Institutionen an die Gillespie-Sammlung zu wenden begannen und die Verwendung von Bildmaterial für Ausstellungen, Publikationen und Fachzeitschriften erbaten. In einigen Fällen gab es das angefragte Bildmaterial einfach nirgendwo sonst; in anderen Fällen hatte sich herausgestellt, dass die üblichen Verhandlungen mit staatlichen Archiven und Institutionen, die Poster besaßen, einfach zu schwierig, langsam und restriktiv verliefen – obwohl es sich bei diesen Institutionen angeblich um gemeinnützige Einrichtungen handelte. Andere Objekte der Gillespie-Sammlung, z.B. Ausgaben der Zeitschrift DER DEUTSCHE FILM (Reichsfilmkammer, 1936-1943) wurden für Studenten gescannt, die anderweitig keinen Zugang zu diesen seltenen Materialien hatten.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Filmposter wegen ihres schlechten Rufes tief in den Gewölben der Staatsarchive vergraben sind und daher weder Schülern, Filmstudenten noch der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung stünden, gäbe es nicht private Anstrengungen wie etwa durch William Gillespie. Den staatlichen Archiven fehlen trotz gegenläufiger Behauptungen die Mittel, um Poster zu restaurieren und zu erhalten, wohingegen fünfzig der seltensten Poster der Gillespie-Sammlung professionell entsäuert, gesäubert und auf japanisches Reispapier übertragen wurden – als Teil unserer Bemühungen, diese geschichtlichen Stücke intakt zu erhalten.

Bis jetzt wurden durch die Gillespie-Sammlung bzw. in Zusammenarbeit mit ihr zwei Bücher und ein Pamphlet veröffentlicht. Die Titel lauten: "Film Posters of the Third Reich” (2007), Veit Harlan's "Testament 1945” (2010) and "Karl Ritter - His Life and 'Zeitfilms' under National Socialism" (2012). Das erste Buch über Karl Ritters Luftwaffefilm Besatzung Dora (1942/3) – The Making of the Crew of the Dora – wird auf Deutsch im Winter 2017/18 herausgeben in Deutschland erscheinen. Sämtliche Titel sind exklusiv erhältlich bei der Firma International Historic Films, Chicago, USA.

 

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Autor William Gilelspie über das Buch "The Making of THE CREW OF THE DORA" (Besatzung Dora):

Die Nachfrage auf dem englischen Markt über meinen DORA-Buch ist nicht groß, aber ich verkaufe es (Großhandelpreis) an International Historic Films, Chicago, zusammen mit meinem KARL RITTER Buch (2. Auflage), und ich bin ganz zufrieden damit. Es war nie wirklich nötig ein Profit von die zwei RITTER Bücher zu verdienen.... Es war eine spannende, faszinierende und sehr lohnende und persönlich befriedigende Zahl von Jahren, die ich mit Recherchen, Reisen und dem Schreiben von beiden Büchern verbrachte. Ich konnte meine Filmmaterialien/Sammlung nicht nur hervorragend einsetzen, sondern auch zweimal nach Argentinien reisen, jährlich Deutschland weiter besuchen, entdeckten die Ritter-Tagebücher, lernten, Sütterlins Handschrift zu entziffern, mein deutsches Vokabular (noch gebrochen Deutsch) erweitert und eine fantastische Zeit gehabt. Und viele Filmautoren zu treffen und alles zu genießen. Toll, oder?

Ich muss hinzufügen, dass meine Untersuchung, Transkription und Übersetzung der Ritter-Tagebücher für das DORA-Buch von Januar bis September 2015 stattfand. Im Februar desselben Jahres  ich meine linke Schulter völlig zerschmetterte, also war ich in quälenden Schmerzen für viele Monate vor und nach der Operation geblieben.  Meine Arbeit am Buch für Hunderte von Stunden, Tag und Nacht, nahm meine Meinung von meinem Schmerz, und war meine Rettung. So ist mein DORA Buch immer der eine echte Nutzen, der von solch einer schrecklichen Verletzung gewonnen wird. Ich kann an nichts denken, was ich mit meiner Zeit hätte tun sollen. Und stolz darauf bin ich, natürlich.

Mein Münchner Verleger bestätigt dass mein DORA Buch nicht auf Deutsch bearbeitet oder übergesetzt und herausgibt wird-- nur mein KARL RITTER Buch interessiert sich. D.h. Deutscher mit Interesse über Karl Ritters letzter Kriegsfilm nur mein Buch in Englisch kaufen darf.  Es tut mir leid aber ich hoffe das Leser das Buch probiert -- ein Fenster des Alltages von NS Propagandafilmarbeit.  (Februar 2017)